Skonto-Rechner
Ermittle deinen Preisvorteil und den Überweisungsbetrag bei vorzeitiger Rechnungsbegleichung.
Was ist Skonto und welche betriebswirtschaftliche Logik steckt dahinter?
Ein Skonto (Plural: Skonti oder Skontos, vom italienischen sconto für Abzug/Rabatt) ist ein prozentualer Preisnachlass, den Gläubiger ihren Kunden auf den Bruttorechnungsbetrag gewähren, wenn die Zahlung innerhalb eines bestimmten, kurzen Zeitfensters erfolgt. Typische Klauseln auf Rechnungen lauten beispielsweise: „Zahlbar innerhalb von 10 Tagen mit 3 % Skonto oder innerhalb von 30 Tagen netto Kasse.“
Für den Rechnungssteller erfüllt Skonto zwei zentrale Aufgaben: Es beschleunigt den Liquiditätszufluss (das Geld ist nach wenigen Tagen auf dem Firmenkonto) und minimiert das Debitorenausfallrisiko (Kunden, die sofort skontieren, zahlen fast immer zuverlässig).
Wirtschaftlichkeit: Effektiver Jahreszins von Skonto-Klauseln
| Skontosatz | Skontofrist | Zahlungsziel netto | Kreditdauer (Tage) | Effektiver Jahreszins (p. a.) |
|---|---|---|---|---|
| 2 % | 10 Tage | 30 Tage | 20 Tage | ~ 37,2 % p. a. |
| 3 % | 10 Tage | 30 Tage | 20 Tage | ~ 56,4 % p. a. |
| 2 % | 7 Tage | 14 Tage | 7 Tage | ~ 106,4 % p. a. |
* Berechnungsbasis: [Skonto % / (100 - Skonto %)] × [365 / Kreditzeitraum in Tagen] × 100
Praxisbeispiel: Warum sich selbst ein teurer Kontokorrentkredit lohnt
Ein Unternehmer erhält eine Materialrechnung über 10.000 € mit 3 % Skonto bei Zahlung in 10 Tagen (Zahlungsziel 30 Tage). Sein Bankkonto ist im Minus und die Bank verlangt 12 % Überziehungszins.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der rechtliche Unterschied zwischen Skonto und Rabatt?
Ein Rabatt wird direkt im Vorfeld vereinbart (z. B. Mengenrabatt, Sonderrabatt) und mindert den Rechnungsbetrag sofort bei Ausstellung. Skonto ist hingegen eine aufschiebend bedingte Preisminderung, deren Gültigkeit erst durch die fristgerechte Zahlung des Kunden ausgelöst wird.
Wie wird Skonto buchhalterisch erfasst?
Beim Lieferanten wird das gewährte Skonto als Erlösschmälerung verbucht, beim Kunden als Anschaffungspreisminderung. Gleichzeitig korrigieren beide Seiten anteilig die abzuführende Umsatzsteuer bzw. geltend gemachte Vorsteuer.